Ausstellung - Schule wird zur Kunstgalerie

Ausstellung - Schule wird zur Kunstgalerie

erschienen am 24.07.2015

Ruppertsgrün. Agnieszka Balut, eine bisher in der Schweiz lebende Fotografin und Malerin, zeigt erstmals in der Region einen Querschnitt ihres künstlerischen Schaffens. Dafür hat die 50-Jährige die ehemalige Schule in Ruppertsgrün an der St.-Annen-Straße gekauft und in ein Kunstatelier umgestaltet. Zu sehen sind unter anderem Fotografien, die Agnieszka Balut in Brasilien machte. Die gebürtige Polin lebte mehrere Jahre in dem südamerikanischem Land, bevor sie nach Europa zurückkehrte. Außerdem sind Malereien und andere Kunstwerke zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 15 Uhr. (umü)

In alter Dorfschule öffnet Kunstgalerie

In alter Dorfschule öffnet Kunstgalerie

Eine international tätige Künstlerin mit Ateliers in der Schweiz und Italien stellt erstmals in ihrem neuen Domizil in Ruppertsgrün aus.


erschienen am 01.07.2015

Ruppertsgrün. Agnieszka Balut Siudzinska hat schon in vielen Kunstgalerien in Europa ihre Werke ausgestellt. Ab 25. Juli zeigt sie einige davon in der ehemaligen Dorfschule von Ruppertsgrün. Eine Premiere. Das alte Gebäude hat die 50-Jährige 2013 von der Gemeinde Fraureuth gekauft und will dies in ihr neues Zuhause umgestalten.
Zuhause ist Agnieszka Balut Siudzinska in Lugano, einer knapp 55.000 Einwohner zählenden Stadt im Süden der Schweiz. Der Ort, umrahmt von Bergen und am Ufer des Luganer Sees gelegen, gehört zu den gefragtesten Adressen in der Schweiz. "Lugano ist aber auch eine der teuersten Städte im Land, und größere Räume sind Mangelware. Deshalb habe ich dort auch nur ein kleines Atelier", sagt Agnieszka Balut Siudzinska. Ein zweites Studio unterhält sie rund 80 Kilometer von Lugano entfernt im italienischen Milano. "Das ist die Kunstmetropole Italiens, doch die Preise und Mieten sind kaum erschwinglich - einer der Gründe, warum ich mich in Deutschland nach einer Alternative umgesehen habe. Ich wohnte schon einmal in Baden-Württemberg, kenne die Deutschen und mag deren Mentalität", sagt die Künstlerin.
Eigentlich ist Agnieszka Balut Siudzinska in der ganzen Welt zuhause. In Polen wurde sie als Tochter einer Zahnärztin und eines Anwaltes geboren, studierte in Warschau Journalistik und arbeitete fünf Jahre in der Kulturredaktion des staatlichen polnischen Fernsehens. Mit dem Fall der Mauer zog sie erst nach Baden-Württemberg und dann weiter nach Rio de Janeiro, wo sie sich hauptsächlich der Malerei und Fotografie widmete. "Eine tolle Stadt, aber auch sehr gefährlich und das besonders für Frauen. Daran konnte ich mich in den zwölf Jahren, die ich in Rio lebte, einfach nicht gewöhnen. Und in den zurückliegenden Jahren nahm die Kriminalität immer mehr zu." Irgendwann fühlte sie sich nicht mehr sicher und zog zurück nach Europa. Freunde besorgten ihr eine kleine Wohnung in der Schweiz. "Ich kann mir vorstellen, künftig in Ruppertsgrün zu leben", sagte die Künstlerin bei ihrem letzten Besuch in dem Dorf.
Mit dem Umbau des alten Gebäudes hat sie bereits begonnen und den Kopf voller Pläne. Dazu gehört, sich auch einmal von ihrer künstlerischen Seite zu präsentieren. Die geplante sechstägige Ausstellung ist der erste Schritt dazu.

Kunstwerke ziehen nach Sachsen

Kunstwerke ziehen nach Sachsen

Wissen Sie noch? Künstlerin Angnieszka Balut Siudzinska verguckte sich in die ehemalige Schule.


erschienen am 21.07.2015

Ruppertsgrün. Wochenlang hat in der ehemaligen Grundschule im Fraureuther Ortsteil Ruhe geherrscht. Das soll sich zumindest kurzzeitig ändern. Denn ab Sonnabend öffnen sich die Türen für die Öffentlichkeit. Dann sind aber nicht etwa Schulklassen und Lehrer gefragt - natürlich dürfen auch sie kommen -, sondern eher das kunstinteressierte Publikum. Künstlerin Agnieszka Balut Siudzinska lädt zur Ausstellungseröffnung. Bis zum 30. Juli können dann ihre Kunstwerke bewundert werden. Das Besondere daran: Das Haus in dem ausgestellt wird, ist inzwischen ihr eigenes. Vor etwa einem Jahr hatte sich die derzeit in der Schweiz wohnende Kreative in die ehemalige Schule verguckt und das Haus gekauft. Ihr Plan: ihre Ateliers von der Schweiz und Italien nach Ruppertsgrün verlegen.
Die Helligkeit und Großzügigkeit der Räume begeisterten die heute 50-Jährige. Und auch vom kleinen Dorf schwärmte sie. Kaum zu glauben, ist sie doch derzeit mit ihren Ateliers in Lugano (Schweiz) und Mailand (Italien) zuhause. Doch das hat alles seinen Preis. Also warum nicht den teuren kleinen Kunstwerkstätten im Süden adieu sagen und ins westsächsische Ruppertsgrün ziehen? Das allerdings hat die weit gereiste Künstlerin - sie wohnte außer in der Schweiz und ihrem Heimatland Polen auch schon in Baden-Württemberg und im brasilianischen Rio de Janeiro - bisher noch nicht in die Tat umgesetzt. Ein erster Schritt jedoch ist ihre Ausstellung "Künstlerische Impressionen", die von Samstag an bis zum 30. Juli täglich von 15 bis 19 Uhr besucht werden kann.
Für die Zukunft plant die gebürtige Polin und gelernte Journalistin nicht nur, nach Ruppertsgrün zu ziehen, sondern in ihrem neuen Domizil auch Workshops anzubieten. Für verschiedene Altersstufen in den Bereichen Malerei und Fotografie. Schön würde sie es finden, wenn sie damit Anklang in der Grundschule und dem Hort des Ortes finden würde. Kinder für Kunst zu begeistern, das sei ihr Ziel. Darüber hinaus sei denkbar, Künstler nach Ruppertsgrün zu locken und ein Arbeitstreffen zu veranstalten. Genügend Platz ist jedenfalls vorhanden. (mit umü)

Atelier aus Schweiz nach Sachsen verlegt

Atelier aus Schweiz nach Sachsen verlegt

Agnieszka Balut baut alte Schule in Ruppertsgrün um und zeigt dort erstmals einen Querschnitt ihres künstlerischen Schaffens.


erschienen am 27.07.2015

Ruppertsgrün. Die meisten Gäste, die am Samstagnachmittag zur Eröffnung der Personalausstellung von Agnieszka Balut gekommen waren, wussten nicht so recht, was sie mehr bestaunen sollten: die Werke der 50-Jährigen oder die neu gestalteten Räume in dem mehr als 100 Jahre alten Gebäude. In denen erinnerte nichts mehr daran, was es einmal war: eine Schule. Selbst der Geruch von Bohnerwachs, der bis zur Schließung der Einrichtung Jahrzehnte durch das Treppenhaus zog, war verschwunden. Die Wände der ehemaligen Klassenzimmer im Erdgeschoss erstrahlten in leuchtendem Weiß, der neue Laminatfußboden in hellem Grau. "Das habe ich alles in den zurückliegenden Wochen selber gemacht. Und auch die Wände trockengelegt", sagt die gerade mal 1,60 Meter große Powerfrau am Rande der Ausstellung.
Die gebürtige Polin hat das seit Juli 2009 leerstehende Gebäude im Herbst 2013 von der Gemeinde gekauft. Vor ein paar Wochen hat sie ihren Wohnsitz von Lugano in der Schweiz nach Ruppertsgrün verlegt. "Das ist nun mein Zuhause. Jetzt bin ich nach vielen Jahren, die ich in der Welt unterwegs war, angekommen", sagt die Künstlerin. Die Tochter eines Anwaltes und einer Zahnärztin, die in Warschau Journalistik studiert hat und fünf Jahre beim polnischen Fernsehen tätig war, machte danach ihre Hobby zum Beruf: Malerin und Fotografin. Über die Stationen Baden-Württemberg, Brasilien, Schweiz und Italien führte sie der Weg nach Ruppertsgrün, einem gerade mal 1330 Einwohner zählenden Dorf in Sachsen.
All die Geschichten spielten zur Eröffnung der Ausstellung am Samstag nur eine untergeordnete Rolle. "Ich möchte, dass die Menschen meine Kunst kennenlernen und sich daran erfreuen", sagte Agnieszka Balut zur Eröffnung. Dabei stand die eigentliche Hauptperson eher im Schatten. Eine Vernissage, bei der irgendjemand eine Ansprache hält und das bisherige Schaffen der Künstlerin Revue passieren lässt, gab es nicht. Dafür ist Agnieszka Balut in den hiesigen Künstlerkreisen noch zu unbekannt.
Agnieszka Balut fotografiert keine Landschaftsbilder, sondern lässt in ihren Bildern Räume entstehen, in denen sich die Natur, Architektur und Menschen miteinander verbinden. Auf den ersten Blick scheint die räumliche Situation klar zu sein, doch bei näherer Betrachtung löst sie sich auf. Eine Kunstform, die zur Diskussion und zum Nachdenken anregen soll. Genau das ist ihre Absicht.
Die Ausstellung ist noch bis Donnerstag zu sehen und hat täglich von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Die alte Schule befindet sich in Ruppertsgrün an der St.-Annen-Straße zwischen Kirche und Feuerwehr.



TYGODNIK PODLASKI

Rozmowa z Agnieszką Balut, dziennikarką, malarką, fotografikiem.
 
  Kiedy odczułaś potrzebę tworzenia ?

Potrzeba wyrażania siebie w tej formie pojawiła się już we wczesnym dzieciństwie – rysowałam po ścianach. Rodzice wpadli na pomysł, że ściany w pokoju i na korytarzu wykleją kartonami. I tak rozpoczęły się moje zmagania z kredkami, farbami, gliną itd. W szkole podstawowej, przeszłam chyba wszystkie możliwe kółka artystyczne, od plastycznych po na rytmikę i 4 – letnie ognisko muzyczne.
Jak to się stało, że wybrałaś taką zawiłą drogę?

Po maturze myślałam tylko o dwóch kierunkach: szkole artystycznej lub dziennikarstwie. Pod presją środowiska, że trzeba mieć praktyczny zawód, skończyłam biologię. Jak się okazało – w życiu nic nie dzieje się przypadkiem. Na biologii dużo się rysuje oraz zgłębia tajniki chemii i fizyki. To bardzo przydatne w fotografii i malarstwie. Na drugim roku studiów, zaczęła się moja przygoda z malarstwem ściennym w Niemczech, w Badeni-Wirtembergii. Firma poszukiwała kogoś, kto wie jak poradzić sobie ze starymi tynkami, umie je analizować i dobrze maluje. Owocem tamtych lat są realizacje z tego zakresu w Niemczech i w Polsce. W Niemczech ukończyłam wiele kursów z malarstwa, ceramiki, form audiowizualnych i fotografii. Coraz bardziej zaczęły mnie pociągać jednak nowoczesne formy wyrazu. Postanowiłam wrócić do mojej drugiej pasji – dziennikarstwa. Zapisałam się na podyplomowe studia z dziennikarstwa, specjalizacja – dziennikarstwo telewizyjne. Wkrótce otrzymałam zaproszenie do współpracy z TVP, gdzie byłam reporterem serwisów informacyjnych, programu publicystycznego i kulturalnego. W ten sposób połączyłam dwie pasje pisanie i obraz.

Jakie wpływ miały podróże na twoją twórczość?

Podświadomie czułam niedosyt przygody, poznawania innych kultur. Nadarzyła się okazja wyjazdu do Brazylii, do Rio de Janeiro. Zakotwiczyłam tam na kilkanaście lat. Poszłam na kolejne podyplomowe studia z dziennikarstwa telewizyjnego na Uniwersidade Estacio de Sa. Zawodowo realizowałam się jako fotograf i pracownik naukowy. Wygrałam konkurs na wykłady z fotografii prasowej i form audiowizualnych. Uczyłam młodych jak fotografować i filmować w mieście zdominowanym przez wszechobecną przestępczość. Nie popieram fotografów jeżdżących na wojny, robiących zdjęcia umierającym dzieciom, a potem zdobywających nagrody na konkursach. Poza poczuciem etyki trzeba pamiętać, że epatowanie zbyt dużą dozą okrucieństwa neutralizuje wrażliwość widza. To starałam się przekazać innym: etykę, wrażliwość na słowo i obraz. Wpływ na moje realizacje zaczęły mieć brazylijskie kolory, ruch, energia i chaos latynoamerykański. Zjechałam cały ten kontynent z aparatem fotograficznym. Jednocześnie pracowałam charytatywnie w dzielnicach biedoty. Po kilkunastu latach pobytu, ze względów zdrowotnych, podjęłam decyzje o powrocie do Europy.

Lubisz wyjazdy i powroty?

Zatrzymałam się na krótko w moim rodzinnym mieście – Białej Podlaskiej, ale wkrótce znów ruszyłam na poszukiwanie światła i słońca, czego tak bardzo brakuje tym, którzy po latach wracają z tropików. Ostatnie lata to udział w wystawach we Włoszech, Szwajcarii i Austrii. Nadal piszę, pracuje nad kilkoma książkami. Ostatni projekt, to duże studio artystyczne w okolicach Drezna. Chcę stworzyć miejsce, gdzie będą mogli spotykać się twórcy z różnych kręgów kulturowych. Taki styk i tygiel kultur. Bycie wolnym artystą, jest generalnie ciekawsze niż zostanie średnim zawodowcem. Jest to jednak bardzo trudne, w rzeczywistości totalnie skomercjalizowanego świata.




Dorfschule wird zum Kunstatelier

  Eine international bekannte Künstlerin will ihre Ateliers von der Schweiz und Italien nach Ruppertsgrün verlegen.
  Ruppertsgrün.
 Wenn Agnieszka Balut Siudzinska durch die Räume der alten Dorfschule von Ruppertsgrün geht, dann beginnen die Augen der Künstlerin zu leuchten. "Die Zimmer sind groß und hell, hier ist es wunderbar ruhig. Hinter dem Haus ist ein kleines Wäldchen, wo man sich kreativ betätigen kann. Es ist einfach fantastisch", sagt die 49-Jährige und kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.
 
 Dass an dem alten Gemäuer der Zahn der Zeit genagt und seine Spuren hinterlassen hat, stört die neue Eigentümerin wenig. "Die Fenster werden aufgearbeitet und die Wände frisch gestrichen. Ansonsten bleibt alles so, wie es ist. Lediglich der Keller muss noch trockengelegt und der Putz in ein, zwei Räumen erneuert werden." Die Maßnahmen sollen in den nächsten Wochen realisiert werden. Dafür hat Agnieszka Balut Siudzinska für ein paar Wochen ihren Wohnsitz von der Schweiz in die Schule verlegt, um die vor Ort notwendigen Absprachen treffen zu können. "Das Gebäude ist genau das, wonach ich seit Langem gesucht habe", sagt die Künstlerin. Zuhause ist die 49-Jäh- rige in Lugano, einer knapp 55.000 Einwohner zählenden Stadt im Süden der Schweiz. Der Ort, umrahmt von Bergen und am Ufer des Luganer Sees gelegen, gehört zu den gefragtesten Adressen in der Schweiz. "Lugano ist aber auch eine der teuersten Städte im Land, und größere Räume sind Mangelware. Deshalb habe ich dort auch nur ein kleines Atelier", sagt Agnieszka Balut Siudzinska. Ein zweites Studio unterhält sie rund 80 Kilometer von Lugano entfernt im italienischen Milano. "Das ist die Kunstmetropole Italiens, doch die Preise und Mieten sind kaum erschwinglich - einer der Gründe, warum ich mich in Deutschland nach einer Alternative umgesehen habe. Ich wohnte schon einmal in Baden-Württemberg, kenne die Deutschen und mag deren Mentalität", sagt die Künstlerin.
 
 Eigentlich ist Agnieszka Balut Siudzinska in der ganzen Welt zu Hause. In Polen wurde sie als Tochter einer Zahnärztin und eines Anwaltes geboren, studierte in Warschau Journalistik und arbeitete fünf Jahre in der Kulturredaktion des staatlichen polnischen Fernsehens. Mit dem Fall der Mauer zog sie erst nach Baden-Württemberg und dann weiter nach Rio de Janeiro, wo sie sich hauptsächlich der Malerei und Fotografie widmete. "Eine tolle Stadt, aber auch sehr gefährlich und das besonders für Frauen. Daran konnte ich mich in den zwölf Jahren, die ich in Rio lebte, einfach nicht gewöhnen. Und in den zurückliegenden Jahren nahm die Kriminalität immer mehr zu." Irgendwann fühlte sie sich nicht mehr sicher und zog zurück nach Europa. Freunde besorgten ihr eine kleine Wohnung in der Schweiz.
 
 "Ich kann mir gut vorstellen, künftig in Ruppertsgrün zu leben. Der Eindruck, den ich bisher gewonnen habe, ist sehr gut", sagt Agnieszka Balut Siudzinska. Sie hat den Kopf voller Pläne. In dem Haus will sie ihr eigenes Atelier einrichten, aber auch für alle Altersstufen Kurse in Malerei und Fotografie anbieten. Dabei plant sie die Zusammenarbeit mit der Schule und dem Hort im Ort, um die Kinder mehr für Kunst zu begeistern. Ihre Gedanken gehen noch weiter. "Ich könnte mir auch Workshops mit anderen Künstlern vorstellen. Genügend Platz, auch zum Übernachten, ist in dem Gebäude vorhanden."
   
 
   
     
      erschienen am 23.07.2014